reiseplan(änder)ung

Es kam eben so wie es immer kommt. Also genau so wie man es nicht erwartet.

Zur Erklärung: der ursprüngliche Plan war es mal von Neuseeland nach San Francisco zu fliegen. Dann langsam die Westküste bis nach Vancouver hochtingeln und über diverse Nationalparks wieder nach Kalifornien. Von da an die Ostküste und heim. Nach sechs Wochen zwar wunderschönem aber doch irgendwie kaltem neuseeländischen Wetter, dass mich ein bisschen zu sehr an daheim erinnert hat, hat mich wieder in die Sonne gezogen. Und was gibt’s Sonniges in der Nähe von den USA? Genau, Mexiko. Also habe ich kurzerhand alle Flüge storniert, die ich in und aus den USA hatte. Ab jetzt hieß es freestylen.

Und das ist doch das schöne am planen! Wenn man sämtliche Pläne über Bord wirft und was komplett anderes macht. Denn ganz ehrlich, kein Mensch weiß, wenn er so eine Reise antritt, ob er in einem halben Jahr noch genau das machen will, was ursprünglich mal geplant war. Außerdem (und ich glaube, dass ich das schon mal erwähnt habe) geht es nicht darum alles zu sehen, sondern darum, dass man das, was man sieht, genießt. In vollen Zügen. Und darum mal ganz egoistisch zu sein und tun und lassen was man will. Für die Kontrollfreaks da draußen ist es vermutlich der absolute Horror mal spontan nach Mexiko zu fliegen, aber mir hat der Gedanke Spaß gemacht.

Lange gefackelt habe ich dann nicht und kurzerhand einen Flug nach Los Angeles gebucht. Und wenn man dann schon mal in den USA ist, kann man da auch ein paar Tage bleiben. Das riesige LA war mir allerdings ein bisschen zu viel und ich bin mit dem Bus zwei Stunden die Küste hoch gefahren. Sunny Santa Barbara war meine nächste Adresse. Typisch kalifornisch geht es relativ entspannt zu. Am Stand liegen, Sonne auftanken und die Stadt genießen. Und dann alles wieder zurück. In den Bus, die Küste runter, zum (ziemlich greisligen) Flughafen in LA und auf zu neuen Ufern.

Und jetzt sitze ich hier in Mexiko und realisiere was ich für einen riesigen Fehler gemacht habe. Ich will hier jetzt nämlich nicht mehr weg. Die Menschen, die Musik und das Lebensgefühl Lateinamerikas lässt mich nicht mehr los und ich überlege schon, wo ich sonst noch überall hin will. Costa Rica, Nicaragua, El Salvador, Kolumbien, … Die Liste ist lang. Aber man kann eben leider nicht alles auf einmal machen. Den Rest muss ich mir Wohl oder Übel für die nächste Reise aufheben. 😘